Let me be mad...... ...mit über 250 Sorten Absinth
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Oberer Totpunkt

OBERER TOTPUNKT ::OT:: 

NEUROSEN BLÜHEN

Ja, haben wir denn alle den Verstand verloren? Soziale Ungerechtigkeit, Machtgier, Konsumwahn, ökologischer Suizid – das Unbehagen in der Kultur wächst. Nachdem die Welt bewiesenermaßen noch viel verrückter ist als angenommen, bleibt festzuhalten: Neurose ist soziale Norm.

Gez. Dr. Oberer Totpunkt 

 

Fürchtet euch! Angststörungen, Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung, Borderline, Burnout, Depressionen, Sozialphobien, Flucht in Religion oder in Illusion – vielgesichtig sind die Strukturen, die sich am (psychischen) Eisberg unterhalb der Wasseroberfläche herauskristallisieren. Die Neurose ist längst soziale Norm. Das Spannungsverhältnis von Angst und Lust wirkt wie eine Sucht. Gefangen zwischen Faszination und Lähmung verfolgen wir die Rattenfänger und Brandstifter, die sich in unserer Mitte tummeln. Da die Welt nun also bewiesenermaßen erheblich verrückter ist als vermutet, bleibt festzuhalten: Neurosen blühen! Und während die Passagiere der nicht sinkbaren Titanic beschwipst waren vom Champagner, sind wir besoffen von unserem eigenen Adrenalin – und beobachten ebenso ungläubig wie jene, wie unser Schiff Richtung Eisberg driftet. 

Das gesprochene Wort rockt! 

Minimal-Electro mit wütender Rockgitarre und martialischen Drum-Beats trifft auf die apokalyptischen Lyrics von Bettina Bormann. Nach dem minimalistischen Debüt "10 Grad vor OT", dem zynischen Nachfolger "Erde ruft" (2009), dem bizarren "Stiller Zoo“ und dem obskuren "Desiderat“ folgt 2017 das fünfte Album der Hamburger Band Oberer Totpunkt: Musikalisch aggressiver als seine Vorgänger, aber genauso gnadenlos und treffsicher in seiner Wortwelt.

 

http://www.b-bormann.com/

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© Frank Herrmann